Profilbild Ingeborg Stelzig

Ingeborg Stelzig

geb. Boller
* 01.02.1943
† 19.06.2024
Erstellt von Rhein-Zeitung
Angelegt am 22.06.2024
347 Besuche

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Ein Mann, der einen Gedenkbaum pflanzt

Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Ingeborg Stelzig

Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.

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Kerzenanimation

Gedenkkerze

Ingrid, Bobby und Andrea

Entzündet am 26.06.2025 um 14:01 Uhr

Schon ein Jahr ohne dich. Du fehlst uns, doch in unseren Herzen bleibst du für immer.

Kerzenanimation

Gedenkkerze

Anja

Entzündet am 22.07.2024 um 13:45 Uhr

Liebe Mama, eine Pflegerin auf der Intensivstation hat am Ende der ersten Woche nach Deiner OP zu uns gesagt, dass wir uns überlegen sollten, was wir Dir noch mitteilen möchten. „Du bist die beste Mama und die beste Oma der Welt“, das war es, was ich Dir danach immer wieder gesagt habe. In der Angst um einen anderen Menschen fokussiert man schnell auf das Gute und neigt vielleicht zu Verklärungen, aber nein, es stimmt: Du warst immer für uns da. Als Kinder hast Du uns mit Deinen Koch- und Backkünsten umsorgt, uns vorgelesen, Kleidung für uns genäht, geändert, repariert, geflickt, warst da, hast uns kuriert, wenn wir krank waren. Jeder Freibadtag wurde genutzt, die Kühltasche war gepackt, wenn wir aus der Schule kamen. Unsere Freunde und Freundinnen hast Du herzlich aufgenommen, Kindergeburtstage wurden wunderschön mit vielen Spielen gefeiert und Du hast Dich darüber gefreut, dass wir mehr Bildungschancen hatten als Du, der der Zugang zu einer weiterführenden Schule verwehrt wurde. Du hast darüber nie geklagt, hast Fröhlichkeit verbreitet, viel gelacht, kanntest gefühlt jeden, wenn man mit Dir unterwegs war und hast die schönen Seiten betont, wenn Du von Deiner eigenen Kindheit und Jugend erzählt hast. Im Gegensatz zu manch anderen Menschen, deren Horizont sich mit den Jahren verengt, wurde Deiner immer weiter. Du hast Dich riesig über die Geburt Deiner Enkelkinder gefreut und Dich auf das Abenteuer ihres Aufwachsens eingelassen, hast mich und sie von Beginn ihres Daseins an unterstützt, bist wie für mich auch für meine Kinder immer da gewesen: vorlesend, kochend, backend, nähend, konntest jeden noch so hartnäckigen Fleck entfernen und jeden Reißverschluss reparieren. Du hast mehr und mehr Verständnis für das Anderssein, für andere Ansichten und Lebensentwürfe gezeigt und immer hinter denen gestanden, die Du lieb hast. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen, aber Du hast auch ein Ohr gehabt, wenn einem alles zu viel wurde. „Das muss ja auch mal raus!“, hast Du mir noch zu Beginn dieses Jahres gesagt, als ich mich entschuldigen wollte, weil ich meinen Kummer so ausgebreitet hatte. Deine Erkrankungen haben wir gemeinsam durchgestanden, sind füreinander da gewesen, haben uns über jeden Fortschritt in Deiner Genesung zusammen gefreut und Dich dafür bewundert, mit welcher Gelassenheit und mit wie viel Humor Du insbesondere den Verlust der Sehfähigkeit auf Deinem linken Auge hingenommen, wie Du Dich auch nach den Herzoperationen immer wieder selbst angetrieben hast, jeden Tag ein paar Schritte mehr zu schaffen, weitere Strecken zu laufen, wieder fitter zu werden. Die gesundheitlichen Probleme haben uns den Wert dieser Zeit, die man miteinander hat, deutlich bewusst gemacht und wir haben gespürt und schätzen können, was wir aneinander haben. Gerade noch hattest Du Spaß mit Deinem neuen „Enkelhund“, den Du betreut hast, wenn ich auf der Arbeit war und so warst Du in den letzten Wochen wieder häufig bei uns und ganz eng mit uns verbunden. Als Du an diesem Samstagabend gestürzt bist, da hat es Dich mitten aus Deinem und unserem Leben gerissen. In der folgenden Zeit, in der wir zuerst gehofft und gebangt haben und schließlich das Unfassbare realisieren mussten, war da der Gedanke, wie ein so lieber Mensch wie Du durch ein banales Stolpern in einen derart schrecklichen Zustand geraten kann. Wir haben auf ein Wunder gehofft, versucht, es wahr werden zu lassen und mussten schließlich doch Entscheidungen treffen, die erforderten, diese Hoffnung mehr und mehr aufzugeben. Du warst zwischen uns Kirchenkritikern die einzige Gläubige in der Familie und wir haben Dir im Krankenhaus Kirchenlieder und einen aufgezeichneten Gottesdienst aus der Abteikirche in Marienstatt, den Du besuchen wolltest, vorgespielt, um damit Dein Unterbewusstsein zu erreichen und ein Aufwachen zu ermöglichen. Noch am Tag, an dem Du gegangen bist, habe ich einer Ärztin an Deinem Bett gesagt, dass ich nicht weiß, ob ich Deinem Gott diese beinahe lächerliche Sinnlosigkeit Deines fatalen Sturzes und dieses Leid, das Dir in der Folge widerfahren ist, jemals verzeihen kann. Nachdem wir Dich gehen lassen mussten, ist mir eines aber mehr und mehr bewusst geworden: In dieser furchtbaren Zeit, die uns an unsere Grenzen und darüber hinaus gebracht hat, sind uns Menschen aus dem Kreis unserer Familie, Freunde, Bekannte, aber auch Menschen, die wir zuvor gar nicht kannten, mit so viel Mitgefühl begegnet, dass wir immer wieder gehalten, gestärkt und schließlich auch getröstet wurden. In der Klinik haben Schwestern und Pfleger im Tag- und Nachtdienst Anteil genommen, uns mit Worten aufgefangen, uns manchmal sogar in die Arme geschlossen, wenn wir fast am Boden waren. Der Arzt hat das Unfassbare behutsam vermittelt, geholfen, in Deinem Sinne zu entscheiden und sich auch danach immer wieder Zeit genommen, unsere Fragen und Sorgen anzuhören. Auch sein Assistent hat mir einen Tag vor Deinem Weggang in einem langen Gespräch Kraft geschenkt. Immer waren und sind auch jetzt noch Menschen für uns zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben nicht nur getröstet, sondern auch ihre Erfahrungen, ihren Kummer durch den Verlust geliebter Angehöriger oder ihre Angst davor mit uns geteilt, so dass aus Mitgefühl ein Miteinander-Fühlen wurde, das unbeschreiblich tröstlich ist und für uns wahre Menschlichkeit erfahrbar gemacht hat. Dabei gab es Zufälle, die mehr als erstaunlich sind und was sie alle verbindet, ist das, was am Ende das Wertvollste von allem ist, was ein Mensch geben kann und was Du uns immer geschenkt hast: Liebe. Und wenn Gott die Liebe ist, ja, dann war er in diesen Tagen um uns, weil Deine Liebe uns getragen hat. Es gibt eine Bibelstelle, die das auf berührende Weise zum Ausdruck bringt und mich schon als junger Mensch zutiefst bewegt hat. Mit diesem Text, dem Hohelied der Liebe aus dem Korinther-Brief möchten wir, möchte ich mich von Dir verabschieden: „Das Hohelied der Liebe 1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen[1], und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber erwachsen wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Ich hab‘ Dich lieb Mama!

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Gedenkkerze

Brigitte

Entzündet am 17.07.2024 um 15:38 Uhr

Ich werde dich nie  vergessen und Dich im Herzen bewahren . Ruhe in Frieden.

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Gedenkkerze

Rita Becker

Entzündet am 29.06.2024 um 16:08 Uhr
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Gedenkkerze

Beate

Entzündet am 22.06.2024 um 18:53 Uhr
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